Die WG – gemeinsam gegen die Wohnplatznot in deutschen Universitätsstädten

16. April 2014 / wg-ratgeber.de

Studenten WG: Warum so viele Studenten in WGs wohnen

Die Bildungspolitik der verschiedenen Bundesregierungen in den letzten 1,5 Dekaden war erfolgreich. Zumindest bekommt man diesen Eindruck wenn man sich die Zahl der Studierenden anschaut – denn diese ist in den vergangenen 10 Jahren von 2 Millionen um eine halbe Million auf 2,5 Millionen Studenten gestiegen.

Doch diese Entwicklung hat vor allem für die Studenten selbst nicht zuletzt problematische Folgen, denn während die Zahl der Studierenden in den letzten 10 Jahren um 25% gestiegen ist, sind die Plätze in Wohnheimen um nur um einen Bruchteil dessen angewachsen. Mittlerweile kann inzwischen nur noch jedem 10. Studenten das Privileg gewährt werden, in einem Wohnheim unterzukommen. Dies ist vor allem dann eine komplizierte Situation, wenn man sich einmal vor Augen führt, dass auch insgesamt der bezahlbare Wohnraum in deutschen Städten immer knapper wird.

Als Folge daraus hat jedoch die WG in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen: der Anteil der Studenten-WGs ist in den letzten 10 Jahren um 10% angestiegen. Das entspricht ungefähr einem Drittel aller Studenten. Zum Vergleich: 30% leben noch bei ihren Eltern, 24% leben alleine in einer Single-Wohnung und 9% konnten einen der begrenzten Plätze im Wohnheim ergattern.

Auffällig erscheint dabei, dass die meisten WG-Partner sich inzwischen mit Abstand über WG-Portale im Internet finden, nämlich ganze 44,7%. Auch eine sehr wichtige Rolle spielt die Vermittlung eines Platzes über Freunde und Bekannte mit 30,8%. Bereits nicht mehr ganz so wichtig ist die Vermittlung via Zeitungen, Stadtmagazinen und Uni-Zeitschriften. Die meisten anderen Wege zur WG sind in ihrer Wichtigkeit insgesamt eher zu vernachlässigen.

Als wichtigstes Kriterium, um in eine WG aufgenommen zu werden gilt dabei übrigens ein sympathisches Auftreten. Kein Wunder: Denn schließlich wohnt man in einer WG ja nicht nur zusammen, sondern bildet nicht zuletzt auch eine Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft, die der Wohnplatznot in den deutschen Universitätsstädten, oftmals mit einer Menge an Spaß, entgegen wirkt.

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