Guten Eindruck auf eventuelle Mitbewohner machen

1. November 2010 / wg-ratgeber.de

CSD 2007Ein guter erster Eindruck hinterlässt positive Gedanken bei eventuellen Mitbewohnern. Daher solltest du alles daran setzen, möglichst gut bei ihnen anzukommen, wenn du von einer WG zu einer Art “Bewerbungsgespräch” eingeladen wirst.

In diesem Artikel klären wir die wichtigsten Kriterien, die potentielle WG-Mitbewohner erfüllen müssen, um überhaupt in eine Wohngemeinschaft aufgenommen zu werden.

Der erste Eindruck bleibt. Für immer.

Naja, das ist zwar nicht völlig korrekt, gilt jedoch für jede Art von Bewerbung absolut uneingeschränkt. Wenn es viele Bewerber gibt, dann hast du nur eine einzige Chance, die Menschen für dich zu begeistern.

Daher ist es nicht nur wichtig, einen guten Eindruck zu machen, sondern den bestmöglichen. Und zwar beim ersten Mal – eine zweite Chance gibt es wie gesagt nicht!

Wie man in der WG gut ankommt

Wir möchten nun unsere Tipps präsentieren, die dir garantiert dabei helfen werden, einen guten Eindruck auf deine eventuellen Mitbewohner zu machen. Wenn du die Tipps gewissenhaft befolgst, steht deinem Einzug in die WG nicht mehr viel im Wege!

  • Erscheine überpünktlich
    Pünktlich zu einem Termin zu kommen, bedeutet nicht, dass du spießig bist, sondern reif. Es zeigt, dass du fähig bist, Verabredungen – darunter fallen schließlich auch alle Arten von WG-Plänen wie Putzpläne, WG-Verträge und mündliche Abmachungen – einzuhalten. Wer zu einem Besichtigungstermin mehr als 5 Minuten zu spät kommt, der hat ungefähr eine 5% Chance, in die WG aufgenommen zu werden.
  • Kleide dich angemessen
    Es mag sein, dass du deine 5x geflickten Jeans cool findest, aber wenn du auch noch andere Hosen besitzt, die nicht kaputt sind, solltest du dich doch für letztere entscheiden. Wer “schlampig” (wir meinen durchaus beide Bedeutungen) zum Besichtigungstermin erscheint, könnte leicht den Eindruck eines unordentlichen, unsauberen Chaoten bei den eventuellen Mitbewohnern erwecken.
  • Falle nicht übermäßig auf
    Nur weil wir zu adretter Kleidung zur WG-Besichtigung raten, heißt das nicht, dass du du total in Schale schmeißen sollst. Wenn du es darauf anlegst, aufzufallen, dann wirst du dieses Ziel sicher erreichen. Du wirst auffallen – nämlich negativ. Bleib’ auf dem Teppich!
  • Sei interessiert und stelle Fragen
    Niemand möchte mit einer Labertasche zusammenwohnen, die ständig nur von sich erzählt – daher solltest du interessiert sein und zu 80% Fragen stellen und nur zu 20% von dir erzählen. Das dient nicht nur dem ersten Eindruck, den du bei der WG hinterlässt, sondern auch dir selber, weil du durch interessierte Fragen mehr über die WG erfährst als mit Dauer-Gequatsche!
  • Bleib’ authentisch
    Wir wiederholen es noch einmal: Sei du selber. Versuche nicht, jemand zu sein, der du nicht bist, nur weil du denkst, dass deine potentiellen Mitbewohner so jemanden erwarten. Wenn du ehrlich und direkt bist, werden es die anderen auch sein. Nur so kann man herausfinden, ob man zueinander passt.
  • Erzwinge keine Sympathie
    Die direkte Folge der gerade genannten Tipps ist einfach: Du solltest nichts erzwingen, sondern dem “Flow” folgen. Versuche dich in die Dynamiken der jeweiligen Wohngemeinschaften einzufügen und erst einmal mit dem Strom zu schwimmen. Wir meinen damit nicht, dass du ein Arschkriecher sein sollst, sondern, dass du bei gegenseitiger Abneigung dennoch neutral und freundlich bleiben solltest. Manchmal klappt es auf Anhieb, manchmal passt man überhaupt nicht zusammen.
  • Denk’ an ein Geschenk zum WG-Einzug
    Falls du schon in die nähere Auswahl der WG gekommen bist, bietet sich für einen erneuten Termin möglicherweise ein kleines Geschenk für die WG an. Wenn du nämlich bei deinen ersten Besichtigungen gut aufgepasst hast, weißt du zum Beispiel, was in der WG Küche noch fehlt oder über welches Gesellschaftsspiel sich deine zukünftigen Mitbewohner am meisten freuen würden.

Obwohl diese Ratschläge total logisch erscheinen, bekommen wir immer wieder E-Mails von Menschen, die keinen Erfolg bei der WG-Suche haben und ständig “abblitzen”. So einleuchtend scheinen die genannten Gepflogenheiten wohl doch nicht so sein.

Bild CC 2.0 by svensonsan / flickr

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