Katzen gehören wohl zu den beliebtesten Tieren, die in deutschen Wohngemeinschaften gehalten werden. Katzen gelten als pflegeleichte, verschmusste und eigenständige Tiere, die einen eigenen Charakter haben und sind dafür wie geschaffen für ein stressiges Studentenleben. Denn die Haltung einer Katze ist, obwohl das natürlich von Katze zu Katze etwas unterschiedlich ist, verglichen mit anderen Tieren vergleichsweise einfach.
Die tägliche Versorgung – Löwenfütterung
Erwachsene Katzen sollten täglich 2x gefüttert werden. Also 1x morgends, bevor du das Haus verlässt, und abends (im Idealfall 12 Stunden auseinander) und jeden Tag mindestens 1x frisches Wasser in ihren Napf gefüllt bekommen.
Katzenfutter kostet nicht die Welt. Daher sollte man seinem Stubentiger eine kleine Dose Feuchtfutter täglich bieten und (bei normalgewichtigen Katzen) immer auch eine kleine Schale Trockenfutter bereitstellen.
Nassfutter > Trockenfutter
Feuchtfutter ist sehr viel gesünder, da es viel eher den biologischen Ansprüchen einer Katze nahe kommt, als in lustige Formen gepresste Trockenfutter-Bröckchen.
Katzen (genauso wie duch auch) lieben die Abwechslung. Variiere daher in den Geschmacksrichtungen, die der Hersteller deiner Wahl anbietet.
Alternatives Futter: B.A.R.F
Für besonders bewusste WG-Bewohner sei hier die B.A.R.F-Fütterung (Biologisches artgerechtes rohes Futter) genannt (siehe: Katzenfutter selber machen), die zunehmend an Popularität gewinnt, da sie nachweißlich die gesündeste Fütterungsart für Katzen darstellt.
In einer WG muss beim Thema Fütterung beachtet werden, dass nicht jeder den Geruch oder Anblick von Katzenfutter zu schätzen weiß und daher die Unterbringung der Fressnäpfe genau mit deinen Mitbewohnern abgeklärt werden muss.
Klassischerweise empfielt sich die Küche, aber auch das Wohnzimmer kann, sofern es nicht mit Teppich ausgelegt ist, als Fütterungsplatz herhalten. Wichtig ist, dass der Boden unter den Näpfen (mindestens jeden 2ten Tag) abgewaschen werden kann und dass die Katze 24 Stunden am Tag Zugang zu ihrem Napf hat.
Fühlt sich irgendjemand in deiner WG von den Fressnäpfen gestört, musst du entweder die Person überzeugen, damit klarzukommen, oder den Futterplatz in dein eigenes Zimmer verlegen.
Katzenklo, Katzenklo…
Ähnliches gilt natürlich auch für den Standort des Katzenklos. Der Platz muss 24 Stunden am Tag frei zugänglich sein und die Toilette muss jeden Tag mindestens 1x (besser ist 2x) gesäubert werden.
Für Wohngemeinschaften empfiehlt es sich, der Katze ein überdachtes Katzenklo zu kaufen, weil dort die Gerüche besser verwahrt sind und sich die Katze ungestörter fühlt.
Falls die Katze ihre Toilette jedoch woanders verrichtet, scheint das Klo nicht mehr sauber genug zu sein!
Der Ruheplatz der Katze
Eine Katze sollte auch einen Rückzugsort haben, an dem ein Lärm-Tabu herrscht. Am besten ist es, dass du dafür dein eigenes Zimmer aussuchst und deiner Katze dort einen schönen Kratzbaum (Kratzbaum mittelgross (30,- Euro)) oder ein gemütliches Körbchen hinstellst.
Täglicher Ausgang / Freilauf
Katzen sind Frischluft-Liebhaber. Da sich jedoch die meisten Wohngemeinschaften in Städten befinden, raten wir grundsätzlich davon ab, der Katzen den Freilauf zu gestatten, wenn ihr in der Nähe einer viel befahrenen Straße lebt.
Ist Freilauf für die Katze möglich, müssen du und deine Mitbewohner immer im Auge behalten, dass die Katze jederzeit wieder herein kann. Eine Katzenklappe ist in diesem Fall natürlich Ideal.
Der liebe Tierarzt
Nicht nur, wenn deine Katze krank ist, solltest du sie zum Tierarzt bringen, sondern auch, wenn sie entwurmt werden muss (im Frühsommer und Spätherbst) und ihre Impfungen bekommen muss. Auf die Wurmkuren kannst du natürlich gerne verzichten, wenn deine Katze eine reine Wohnungskatze ist.
Auch über eine Kastration der Katze solltest du dir Gedanken machen, da diese beinahe nur noch Vorteile mit sich bringt und die Lebensqualität von dir, deinen Mitbewohnern und deiner Katze durch nicht auftretende Rolligkeit und Markieren deutlich verbessert wird.
Gefahren im Haushalt
Manche Katzen fressen einfach alles. Achte daher bitte darauf, dass nirgendwo offen Putzmittel herumstehen, sich giftige Pflanzen (und Kakteen) in den der Katze zugänglichen Zimmern befinden, dass eventuell schlechtes Essen sofort weggeräumt wird und nirgendwo Türen einfach so zuschlagen können, sodass deine Katze eingequetscht wird.
Auch hier soll noch einmal auf underen Haustier-Kodex (PDF / 1066 Downloads) hingewiesen werden, der dir helfen soll, möglichst stressfrei und harmonisch mit deiner Katze in der WG zu leben.
Bild CC 2.0 by Thomas Brenner / flickr
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