Mein Mitbewohner ist drogenabhängig

10. Oktober 2010 / wg-ratgeber.de

Nimmt dein Mitbewohner Drogen?Wir alle nehmen täglich Drogen. Ob bewusst oder unbewusst, spielt keine Rolle. Die Frage ist: Ist dein Mitbewohner womöglich drogenabhängig? Zwischen kontrolliertem Konsum der morgendlichen Kopfschmerztablette und einem Joint oder dem Alkoholexzess des Mitbewohners können Welten liegen. Manchmal passieren diese Dinge einfach, hinter deinem Rücken, bis du plötzlich merkst, dass etwas nicht stimmt.

Was sind Drogen?

Wikipedia empfiehlt folgende Definitionen:

Als Droge (engl.: drug) gilt nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jeder Wirkstoff, der in einem lebenden Organismus Funktionen zu verändern vermag und kein Nahrungsmittel ist.

[...] Drogen sind Stoffe und Zubereitungen, die als Rauschmittel primär zur Erzeugung eines Rauschzustandes oder zur Entstehung eines Abhängigkeitssyndroms (umgangssprachlich: einer „Sucht“) führen. Dabei können Drogen das Bewusstsein und die Wahrnehmung des Konsumenten während ihrer Wirkung und darüber hinaus verändern.

Demnach handelt es sich bei Kaffee, Zigaretten und natürlich den sogenannten “härteren Drogen” um Wirkstoffe, die Abhängigkeit fördern oder sogar verursachen. Schokoladensucht beispielsweise ist mit einer solchen Definition ein ganz anderes Thema!

Welche Drogen nimmst du selbst?

Ist es der angesprochene Morgenkaffee, auf den du nicht verzichten willst? Oder die Zigarette danach? Oder tatsächlich ein Riegel Schokolade am Abend? Bevor du deinem Mitbewohner Vorwürfe machst und ihn wegen seiner Drogeneskapaden zur Rede stellst, solltest du dir erst einmal bewusst machen, wie abhängig du selbst von einigen Substanzen bist!

Diese Sichtweise hilft, den womöglich Abhängigen besser zu verstehen und ihm schließlich (hoffentlich) helfen zu können.

Welche Drogen nimmt dein Mitbewohner?

Scheinbar – der Überschrift und deinem Interesse dafür nach zu urteilen – handelt es sich bei den Drogen, die dein Mitbewohner konsumiert um die “harten Drogen”, angefangen bei Marijuana & Alkohol, über Extasy bis hin zu Opiaten, Kokain und Heroin.

Wichtig ist folgendes: Jede dieser Drogen kann abhängig machen. Keine muss zu einer Abhängigkeit führen. Dennoch ist vor allem bei den genannten Drogen äußerste Vor- und Nachsicht geboten.

Zuerst sollte man aufpassen, dass man sich nicht irrt, was den Drogenkonsum des Mitbewohners angeht und danach muss man Nachsicht walten lassen. Dann nämlich, wenn es sich um stark süchtig machende Drogen handelt!

Erste Hilfe für Drogenopfer

Wenn du dir sicher bist (durch Beobachtung des Verhaltens des betreffenden Mitbewohners), dass dein Mitbewohner / deine Mitbewohnerin Drogen konsumiert, die unweigerlich eine starke und gefährliche Abhängigkeit nach sich ziehen, dann musst du Hilfe einschalten!

Entweder hilfst du selbst, indem du ihn oder sie auf das Problem ansprichst – oder du überlässt dieses Gespräch einem Arzt oder sonstigen Profi in Sachen Drogen und Konsum. Auch ein Gespräch mit Eltern, Verwandten und Freunden kann hilfreich sein.

Weitere Ansprechpartner kannst du auch im Internet finden. Nachfolgend eine sinnvolle Auflistung von Anlaufstationen im Ernst- und Präventionsfall.

Bild CC 2.0 by melloveschallah / flickr

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