Laut einer Statistik aus dem Jahr 2005 rauchen knapp 27% aller Deutschen. Das bedeutet, dass in einer 3er WG wahrscheinlich einer der Mitbewohner raucht und die anderen zwei nicht. Entweder haben sie noch nie geraucht oder wieder aufgehört. Fakt ist jedoch, dass die Konstellation Raucher vs. Nichtraucher einige Probleme bereiten kann.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine Kombination aus Rauchern und Nichtrauchern durchaus in einer Wohngemeinschaft funktionieren kann. Der Schlüssel zu einer harmonischen WG ist wie immer Rücksichtnahme! Ich kenne jedoch auch andere WGs, in denen die Raucher von den Nichtrauchern ständig angegriffen und sogar für Husten, etc. verantwortlich gemacht werden; keine gute Konstellation!
1. Bei WG-Gründung Regeln aufstellen
Falls Freunde und Bekannte eine Wohngemeinschaft planen, sollte von Beginn an klar sein, ob und wo und wie oft und wann in der Wohnung geraucht werden darf. Dies sollte am besten schriftlich festgehalten werden (siehe Raucher-Kodex).
2. In der Wohnungsanzeige Regeln aufstellen
Wenn lediglich ein neuer Mitbewohner gesucht wird, weil ein Zimmer frei geworden ist, sollte ausdrücklich auf ein eventuelles Rauchverbot hingewiesen werden. Wischi-Waschi zieht nicht und ist dem neuen Mitbewohner gegenüber unfair. Damit es später nach dem Einzug keinen unnötigen Streit wegen des Qualms gibt, sollte dieser Punkt ganz klar formuliert werden!
3. Raucher und Nichtraucher müssen reden
Vielleicht ist es auch so, dass den Nichtraucher die Qualmerei einer seiner Mitbewohnerinnen nie gestört hat und plötzlich doch. Die Raucherin ist natürlich davon ausgegangen, dass ihr Zigarettenkonsum toleriert wird und fühlt sich nun (falls es deswegen Streit gibt) vor den Kopf gestoßen.
Am besten betätigt sich ein weiterer Mitbewohner oder – noch besser – ein Außenstehender als Vermittler. So können Lösungen gefunden werden, die beispielsweise den Konsum auf dem Balkon erlauben und in der Küche rigoros verbieten. Wenn ihr miteinander redet und freundlich eure Argumente vortragt, dann findet ihr sicherlich eine Lösung.
4. Verstöße gegen Nichtraucher-Regeln nicht tolerieren
Je nach Gemüt und Ego des rauchenden Mitbewohners kann es passieren, dass die zuvor festgelegten Regeln immer wieder gebrochen werden. Wer sich vom Rauch gestört fühlt, pocht nun auf den “Vertrag” und rennt mit dieser Argumentation gegen eine Wand.
Wer vorher schlau genug war, die Regeln schriftlich in Vertragsform festzuhalten, wird es mit Sicherheit leichter haben, den aufdringlichen Raucher in seine Schranken zu verweisen!
5. Alternative: Mit dem Rauchen aufhören
Die beste und für alle Beteiligten gesündeste Alternative besteht darin, dass der Raucher seinen Zigarettenkonsum reduziert oder ganz sein lässt. Vielleicht möchte er oder sie sogar schon länger aufhören – In diesem Fall können Mitbewohner, die nicht abhängig sind, bestimmt eine große Hilfe beim Entzug sein.
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Bild CC 2.0 by MrGluSniffer / flickr
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