Haustiere des Mitbewohners stören

2. Dezember 2009 / wg-ratgeber.de

Ungewöhnliches Haustier - Die RatteHaustiere – zum Beispiel Hunde, Katzen, Fische oder Wellensittiche – sind sehr populär, auch in Wohngemeinschaften. Abgesehen davon, dass die Erlaubnis vom Vermieter gegeben sein muss (eventuell sogar im Mietvertrag festgelegt!), sollten auch die restlichen Mitbewohner in der WG mit einem Haustier einverstanden sein. Wenn nun alle einverstanden sind, dann könnte alles schön und gut sein – allerdings ergeben sich aus Haustieren in der Wohnung oftmals Probleme in der WG! Das ist zwar schade, jedoch kann man diese Probleme lösen.

Haustiere sind nicht stubenrein

Sehr wichtig: Sind die betreffenden Haustiere zu 100% stubenrein?

Das ist sehr ärgerlich, vor allem wenn dabei gemeinsame Möbel in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine vollgepi**te Couch wird mit großer Wahrscheinlichkeit Streit in der WG hervorrufen – und zwar völlig berechtigt, handelt es sich doch um ein gemeinsam genutztes Objekt! Du kannst nichts dafür, wenn die angeblich stubenreine Katze aus der Wohnzimmercouch ihr neues Katzenklo macht…

Wenn es bereits zu spät ist, dann hilft Streit nicht weiter. Die Couch (oder andere Möbel) sind versaut und wahrscheinlich tut es dem Mitbewohner, dem das Tier gehört, sehr leid. Auch das hilft jetzt nicht weiter.

Am besten setzt ihr euch zusammen und besprecht das Problem; Haustieren die sogenannte Stubenreinheit beizubringen ist nicht sonderlich schwierig und dauert auch nicht lange, da Hunde und Katzen sehr lernfähig sind und es den Tieren mit Sicherheit auch nicht gefällt, wenn ihr Zuhause nach Exkrementen riecht!

Vereinbart also eine Lösung und versucht, es den Tieren leicht (=schmackhaft) zu machen, die ursprünglich vorgesehene (Katzen)-Toilette zu benutzen.

Haustiere sind laut

Haustiere brauchen positive Aufmerksamkeit – genau wie du!

Du möchtest lernen oder abends entspannt fernsehen – beides ist nicht möglich, wenn beispielsweise ein Hund in der Wohnung ständig bellt oder jault. Im Allgemeinen verhalten sich domestizierte Haustiere jedoch den Menschen nicht unähnlich; wenn sie sich “laut” verhalten, dann möchten sie meist ihre Grundbedürfnisse befriedigen: Gassi gehen, gefüttert werden oder Streicheleinheiten bekommen.

Du erkennst, dass ein Tier ebenfalls gemocht und sogar geliebt werden möchte.

Ein Kind, das ständig schreit, will ebenfalls “nur” Aufmerksamkeit; wenn du also eingewilligt hast, dass ein Hund bei euch einzieht, dann übernimmst du auch Verantwortung für das Wohlergehen des Haustiers!

Haustiere verwahrlosen in der WG

Verantwortung für Haustiere übernehmen.

Es gibt (seltene) Fälle der Verwahrlosung – beispielsweise verdrückt sich der Tierbesitzer für mehrere Tage, ohne den restlichen Mitbewohner Bescheid zu geben; das Haustier leidet dementsprechend. Es passt vielleicht nicht in deinen Zeitplan, dich um “Bello” oder “Tommy” zu kümmern, allerdings kannst du die Tiere und ihre Bedürfnisse nicht einfach ignorieren. Wie bereits gesagt übernimmst auch du die Verantwortung für eure Haustiere in der Wohngemeinschaft!

Sobald allerdings der betreffende Mitbewohner wieder auftaucht, solltest du das Gespräch suchen und darauf hinweisen, dass wenigstens eine kurze Nachricht angebracht ist, wenn man beim Partner außer Haus übernachtet oder auf eine Party, die bis früh morgends andauert. Je nach Bewusstseinsgrad ist sich der Tierbesitzer in eurer WG nicht einmal darüber bewusst und hat eine kleine Notiz am Kühlschrank “einfach vergessen”…

Hast auch du negative (oder noch lieber positive) Erfahrungen mit den Haustieren deiner Mitbewohner gemacht? Teile deine Geschichte mit uns!

Bild CC 2.0 by FotoChaotion / flickr

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