Wohngemeinschaften gliedern sich in zwei Typen: Die Zweck-WG, die ausschließlich gegründet wird, damit die einzelnen Mitbewohner eine finanzielle Entlastung erfahren. Und die sogenannte LG (Lebensgemeinschaft), meist unter Freunden etabliert, jedoch auch immer häufiger bei (platonischen) Partnern. Wenn man in eine WG einzieht, dann meist mit dem felsenfesten Glauben, dass die “Chemie stimmt”. Manchmal täuschen sich die Menschen allerdings; manchmal so sehr, dass sie unter ihrer Entscheidung, in eine Wohngemeinschaft XY eingezogen zu sein, leiden!
Das ist nicht der Sinn des Zusammenlebens. Wenn die Chemie nicht mehr stimmt, dann besteht Handlungsbedarf. Um dir ein paar nützliche Ideen mitzugeben, beinhaltet der nachfolgende Artikel Tipps & Tricks, um dir das Leben in der “Horror-WG” zu erleichtern; bedenke jedoch, dass je nach Grad der persönlichen Differenzen ein Aus- bzw. Umzug die einzige vernünftige Lösung sein wird!
Bei Problemen in der WG hilft ein Gespräch
Reden hilft immer! Auch in deiner WG-Situation.
Vielleicht habt ihr euch sozusagen auseinandergelebt? Eventuell redet ihr auch nur momentan aneinander vorbei und in ein paar Wochen ist alles wie gehabt? Um das herausfinden zu können, solltest du das Gespräch suchen.
Gerade Neulinge in einer bereits etablierten Wohngemeinschaft fühlen sich oft ausgeschlossen, weil eine (jahrelange) Hierarchie den Takt vorgibt, nach welchem die Mitbewohner leben. In diesem Fall kann die sogenannte Chemie dennoch stimmen; leider merken die betreffenden Bewohner der WG das nicht unbedingt, weil sie jeweils den negativen Gedanken nachhängen: “Es war eine schlechte Idee, hier einzuziehen.” oder “Der neue Mitbewohner passt mir doch nicht.”
Wenn ihr allerdings miteinander redet, dann offenbaren sich oftmals wie von allein Lösungen und man ist sich schließlich näher als zuvor. Sogar näher, als man es für möglich gehalten hat.
Wenn man sich nichts mehr zu sagen hat
Wenn kein gegenseitiges Interesse an einem Gespräch besteht, dann verhält es sich anders: Du solltest entweder auf einem Gespräch beharren – das kann jedoch auch alles noch unerträglicher machen – oder dich nach einer alternativen Wohnung umschauen. Niemand hat etwas davon, wenn man sich anschweigt und sich in der gleichen Wohnung ständig aus dem Weg geht.
Vielleicht ist ein erneuter Umzug die beste Lösung?
Wenn ihr euch einfach nicht leiden könnt, dann ist das nicht schlimm. Zumindest dann nicht, wenn du mutig genug bist, den Schritt in ein entspannteres Leben zu machen – selbst dann, wenn du erst ein paar Wochen in der neuen WG wohnst. Wohlgemerkt schreibe ich “wohnst”, denn wenn die Chemie nicht stimmt, handelt es sich meist nicht mehr um “Leben”, sondern Ausweichen, Schweigen & Co.
Du bist dir sicher, dass ein Gespräch keine Linderung der Probleme in der WG bringen wird? Dann plane deinen Umzug – jetzt gleich! Wenn du erst einmal fest davon überzeugt bist, dass “es nichts mehr wird”, dann ist es bereits zu spät und du solltest dir darüber bewusst werden, dass ein scheinbar stressiger (erneuter) Umzug weniger anstrengend und kräftezehrend ist als ein Ausharren der Situation.
Für die Zukunft: Menschenkenntnis ist Gold wert
Falls du nun deinen Umzug planst und bereits nach alternativen Wohngemeinschaften Ausschau hältst, solltest du darauf achten, dass du den gleichen Fehler nicht noch einmal machst! Sei nicht naiv, sondern realistisch. Wenn du in eine Wohngemeinschaft einziehst, in welcher du zuerst niemanden kennst, dann kann das damit enden, dass ihr alle Freunde werdet (Lebensgemeinschaft) – andererseits kann auch eine LG rasch eine reine Zweck-WG werden, wenn die Chemie nicht (mehr) stimmt…
Bitte weiterempfehlen!
Unser Portal für Wohngemeinschaften und ihre Mitbewohner befindet sich im Aufbau und ist auf viele interessierte Besucher angewiesen. Du kannst uns mit nur wenigen Klicks langfristig unterstützen, indem du diesen Artikel deinen Freunden bei Twitter und Facebook empfiehlst! Vielen Dank.


